{"id":32,"date":"2022-08-21T08:20:30","date_gmt":"2022-08-21T08:20:30","guid":{"rendered":"http:\/\/164.92.175.95\/?page_id=32"},"modified":"2025-01-07T06:23:16","modified_gmt":"2025-01-07T06:23:16","slug":"erlebnisberichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jogr.ch\/index.php\/erlebnisberichte\/","title":{"rendered":"Erlebnisberichte"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zwei Musikvideos statt Konzertprogramm<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch das Junge Orchester Graub\u00fcnden wurde von der Pandemie in seinen Pl\u00e4nen beeinflusst. Unsere Konzerte anfangs Juni 2021 konnten wir leider aufgrund der Bundesrats-Beschl\u00fcsse so kurzfristig nicht durchf\u00fchren. Dies hat uns jedoch angespornt, ein Alternativprogramm auf die Beine zu stellen. So entstanden in kurzer Zeit zwei Musikvideos mit Ausschnitten aus unserem urspr\u00fcnglichen Programm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Videos wurden vor der wundersch\u00f6nen Kulisse von L\u00f6wenberg in Schluein gedreht. Mit der aussergew\u00f6hnlichen Besetzung Viola, Violoncello und Kontrabass haben wir ein amerikanisches St\u00fcck von J. Lee Graham und eines von Michael Haydn gespielt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anna N\u00fcesch<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Benefizkonzerte f\u00fcr das Albert Schweitzer Spital in Haiti<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Aula der Kantonsschule, Sargans<\/li>\n\n\n\n<li>Titthof, Chur<\/li>\n\n\n\n<li>ZKO-Haus Z\u00fcrich Tiefenbrunnen<\/li>\n\n\n\n<li>26. \u2013 28. September 2014<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit den Konzerteinnahmen die Kinderklinik des H\u00f4pital Albert Schweitzer in Haiti finanziell zu unterst\u00fctzen &#8211; diese Idee gefiel uns als Rolf Maibach, Arzt und Schweizer des Jahres 2010, uns anfragte ein solches Projekt zu starten. Rolf Maibach unterst\u00fctzt dieses Spital als Arzt und seit Ende 2009 wird das Spital vollst\u00e4ndig durch die B\u00fcndner Partnerschaft H\u00f4pital Albert Schweitzer Haiti finanziert. Die Solistin, eine Pianistin, hat uns Rolf Maibach gleich selbst vermittelt: Es war Albert Schweizers Enkelin Christiane Engel, die in der Schweiz aufwuchs, gleichzeitig Musik und Medizin studierte und heute in Los Angeles lebt. Sie selbst besuchte mehrmals Spit\u00e4ler ihres Grossvaters und spielt auf der ganzen Welt um Spenden f\u00fcr diese Spit\u00e4ler zu sammeln. Viele dieser Konzerte spielt Christiane Engel gratis, damit ein m\u00f6glichst hoher Spendenbetrag zusammenkommt. So auch bei unserem Konzert; sie bezahlte ihren Flug und ihren Aufenthalt in der Schweiz selbst und verlangte auch nichts f\u00fcr ihre Auftritte. An unseren Benefizkonzerten spielten wir ausschlie\u00dflich Mozart: Sein 12. Klavierkonzert in A-Dur KV 414, ein Divertimento in D-Dur KV 136 und die ber\u00fchmte Serenade Eine kleine Nachtmusik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die drei Konzerte unter der Leitung von Mathias Kleib\u00f6hmer gl\u00fcckten und wir steigerten unsere Leistung von Konzert zu Konzert. Dieses Projekt stellte hohe Anforderungen an uns, denn wir mussten in kurzer Zeit ein abendf\u00fcllendes Konzert einstudieren und technische und musikalische Schwierigkeiten, die Mozart mit sich bringt, ausarbeiten. Trotzdem konnten wir viele Gratulationen entgegennehmen, auch von Seiten Rolf Maibachs und Christiane Engels.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Franca Eckstein<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Konzertreise nach London<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>St. Georges, London<\/li>\n\n\n\n<li>15. &#8211; 17. Februar 2014<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle zwei Jahre ist es wieder so weit: Das JOG macht eine Konzertreise ins Ausland. Nun stand die Metropole London auf dem Programm, die neue Heimat unserer Solistin Roselyn Maynard, die in Davos aufwuchs. Wir durften die Blockfl\u00f6tistin bereits in unseren Konzerten im Winter 2013 in Graub\u00fcnden begleiten, f\u00fcr welche sie von London in die Schweiz reiste. Das Programm Italianit\u00e0 beinhaltete barocke Kl\u00e4nge von Sammartini, Corelli, Respighi und Monteverdi.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Reise von Chur nach London gestaltete sich umst\u00e4ndlicher als erwartet. Der Flug hatte wegen schlechter Witterung Versp\u00e4tung was aber der Freude keinen Abbruch tat. Schliesslich gelangten wir dennoch in die Hauptstadt Grossbritanniens und checkten in einem Hotel ein, das nahe bei der Kirche lag, in welcher wir konzertierten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am fr\u00fchen Abend besichtigten wir noch den architektonisch atemberaubenden Bau des British Museum bevor wir entlang der Themse spazierten und alle gemeinsam in einem Restaurant einkehrten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am folgenden Morgen konnten wir individuell etwas unternehmen. Eine Gruppe machte sich auf den Weg zum Buckingham Palace und schaute der Wachabl\u00f6sung zu. Andere gingen w\u00e4hrenddessen Kleider und Schuhe einkaufen, flanierten der Themse entlang oder machten einen Abstecher nach China Town.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Nachmittag desselben Tages hatten wir unsere erste und einzige Probe in London mit unserer Solistin. Das ganze Orchester spr\u00fchte vor Begeisterung und Vorfreude aufs Konzert. Es fand in einer Kirche nahe des British Museum statt, war gross und hatte eine gute Akustik. Da die Kirche nicht geheizt war, begannen alle nach nur kurzer Zeit zu frieren, deshalb machten wir nach der Probe einen Abstecher in einen nahegelegenen Starbucks um uns mit Kaffee aufzuw\u00e4rmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Konzert war ein voller Erfolg. Viele Leute wollten sich das Junge Orchester Graub\u00fcnden anh\u00f6ren, das von so weit her gereist war um dieses eine Konzert zu geben. Wir waren ebenfalls zufrieden mit unserer erbrachten Leistung und erfreuten uns an den Gratulationen der Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer. Nach dem Konzert verabschiedeten wir uns von Roselyn Maynard und machten uns auf den Weg zur\u00fcck zum Hotel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am dritten Tag unserer Orchesterreise mussten wir bereits die Heimreise antreten. Viele von uns w\u00e4ren gerne noch einige Tage l\u00e4nger in der kosmopolitischen Stadt geblieben, was aber nicht ging, da Schule, Studium oder Beruf wieder riefen. Zu unserem Gep\u00e4ck dazu kamen nicht nur die Berge von Kleidern und Schuhe, die fleissig eingekauft wurden, sondern auch sch\u00f6ne Erinnerungen an eine gemeinsam verbrachte Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Franca Eckstein<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"matthus-passion-von-metropolit-hilarion-alfeyev\">Matth\u00e4us Passion von Metropolit Hilarion Alfeyev<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>St. Martinskirche, Chur<\/li>\n\n\n\n<li>Augustinerkriche, Z\u00fcrich<\/li>\n\n\n\n<li>Tonhalle, St. Gallen<\/li>\n\n\n\n<li>22. &#8211; 29. M\u00e4rz 2014<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir, das Junge Orchester Graub\u00fcnden, der Chor Mischedau Trin und der Chor der Universit\u00e4t St. Gallen f\u00fchrten gemeinsam die Matth\u00e4uspassion von Metropolit Hilarion Alfeyev, russischer Erzbischof und Komponist, auf. Die musikalische Leitung oblag Michael Berndonner, Chorleiter, S\u00e4nger und Dirigent aus Trin, unser Dirigent des JOG, Mathias Kleib\u00f6hmer, war f\u00fcr die Orchestereinstudierung zust\u00e4ndig und unterst\u00fctzte an den Konzerten das Celloregister als erster Cellist. Da das Orchester aus 16 Geigen, 8 Bratschen, 6 Celli und 6 Kontrab\u00e4ssen bestehen musste, wurden wir verst\u00e4rkt durch BerufsmusikerInnen. Dies bot jedem von uns eine Gelegenheit weitere Erfahrungen zu sammeln: Sei es mit BerufsmusikerInnen zusammen zu spielen, oder ein Orchester zu begleiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Matth\u00e4uspassion von Alfeyev ist ein zweist\u00fcndiges, geistliches Werk und wurde von 2005-2006 komponiert. Ein Jahr sp\u00e4ter fand die Urauff\u00fchrung in Moskau statt. Alfeyev, der Musik und Theologie studiert hatte, verwebt in seinen musikalischen Werken westliche Fr\u00fchromantik mit Elementen des russisch liturgischen Chorgesangs. Seine Matth\u00e4uspassion beinhaltet auch Solopartien, so holte man f\u00fcr diese Konzerte f\u00fcnf Solisten, von denen man vier aus Russland einfliegen musste. Einer dieser Solisten, der Bariton, hatte die Rolle eines Lektors und rezitierte wortw\u00f6rtlich Stellen aus der Bibel, nat\u00fcrlich auf Russisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die drei Konzerte wurden gut bis sehr gut besucht und die Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer zeigten sich begeistert von diesem monumentalen, geistlichen Werk. Der H\u00f6hepunkt muss das Konzert in der Augustinerkirche in Z\u00fcrich gewesen sein, da Metropolit Hilarion Alfeyev pers\u00f6nlich am Konzert anwesend war und wir ihn begr\u00fcssen durften. Er selbst kam erst kurz vor Beginn des Konzertes in einer Flotte Mercedes bei der Augustinerkriche an und trat durch einen Hintereingang ein, begleitet von M\u00e4nnern in dunklen Anz\u00fcgen. Vor Beginn des Konzertes hielt er noch eine Rede, die gef\u00fchlt l\u00e4nger dauerte als das ganze Konzert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Zeitungen zeigten sich begeistert mit unserer musikalischen Leistung und liessen das in ihren Kritiken auch zu Wort kommen. Mit der Passionsmusik zelebrierten er [Berndonner], die Musiker und S\u00e4nger n\u00e4mlich nicht nur ein musikalisches, n\u00e4mlich auch ein kirchliches Hochamt. Und sie erreichten mit ihren faszinierenden, bezaubernden und besinnlichen Momenten die Menschen. (aus: Die S\u00fcdostschweiz, 24. M\u00e4rz 2014). Anlass zum Staunen gab aber nicht zuletzt die Parforceleistung des Jungen Orchesters Graub\u00fcnden. Mit Berufsmusikern verst\u00e4rkt, gaben die jugendlichen Streicherinnen und Streicher eine klangvolle Visitenkarte der besten Art ab. Da wurde einmal mehr klar: Um Graub\u00fcndens Streichernachwuchs muss man keine Bange haben. (aus: B\u00fcndner Tagblatt, 24. M\u00e4rz 2014)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Franca Eckstein<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Carmen \u2013 Suite von Rodin Shchedrin<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>13. &amp; 14. Mai, 2017, LOK, St.Gallen<\/li>\n\n\n\n<li>19. Mai 2017, Postremise, Chur<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tolles konnte Mitte Mai an den Konzerten vom JOG &#8211; Jungen Orchester Graub\u00fcnden erlebt werden: In Zusammenarbeit mit dem Kammerorchester St.Gallen sowie Perkussionisten der Hochschule Luzern, erprobten wir w\u00e4hrend dem vergangenen halben Jahr die Carmen Suite von Rodin Shchedrin. Aber sehen Sie selbst:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Carmen Trailer\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/219659009?dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"525\" height=\"295\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write; encrypted-media\"><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">Carmen Trailer<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Musikvideos statt Konzertprogramm Auch das Junge Orchester Graub\u00fcnden wurde von der Pandemie in seinen Pl\u00e4nen beeinflusst. Unsere Konzerte anfangs Juni 2021 konnten wir leider aufgrund der Bundesrats-Beschl\u00fcsse so kurzfristig nicht durchf\u00fchren. Dies hat uns jedoch angespornt, ein Alternativprogramm auf die Beine zu stellen. 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